Hypnose

Hypnose

Als Hypnose (altgriechisch: ὕπνος hypnos ‚Schlaf‘) werden bezeichnet:

  • die Methode zum Einleiten bzw. Ausleiten einer Trance.
Trance wird nur im Sinne des Bewusstseins-Zustandes verwendet.

Hypnose ist:

der Begriff für eine Methode und inhaltlich eine ganz besondere Art verbaler und nonverbaler Kommunikation.

  • Hypnose wird allgemein als der interaktionelle Prozess eine systematischen Aufmerksamkeitsfokussierung verstanden. (Erickson / Rossi 1981)
  • Hierdurch wird Hypnotische Kommunikation auch zu einer Vorlage jeder Kommunikation.
  • Aufmerksamkeitsfokussierung darf beschrieben werden als eine selbst organisierte Form assoziativen Zusammenfügens von sinnlichen Erlebniselementen.

Hypnose darf auch als Methode zur Erreichung des höchstgradigen im Wachen erreichbaren Konzentrationszustand (Trance) bezeichnet werden.


Hypnose als Methode ist im Ursprung ein altes und bewährtes Verfahren, das schon in vielen Kulturen Anwendung fand. Erste Hinweise für den erfolgreichen Einsatz der Hypnose finden sich bereits in Schriften der Sumerer, den Schriften aus Indien, Ägypten, Griechenland.

Der Begriff Hypnose ist nach dem griechischen Gott des Schlafes Hypnos (lat. Somnus) benannt.

Hypnose als Methode ist ein erlebnishafter Prozess, bei dem Ideen ausgetauscht werden.

Eine Idee (Vision) im Kontext der Hypnose ist eine Unterscheidung, ein Unterschied also der einen Unterschied macht (Bateson 1979).

Dies ist für die Erlösung aus Problemsituationen in denen Menschen manchmal noch feststecken, ganz besonders hilfreich.

Die Hypnose nimmt in Russland seit Pawlow (1923,1938) bis heute auch ihren festen Platz in der Behandlung psychischer Störungen und bei medizinischen Interventionen ein.


In den USA ist sie in gleicher Weise anerkannt.
Im deutschsprachigen Raum zeigt sich zunehmend ein reges Interesse für die effiziente Methode Hypnose.

Wirksamkeitsnachweise der Hypnose sind inzwischen bereits umfangreich erbracht.


Vorgehensweise mit Hypnose

Die Methode Hypnose verwendet im wesentlichen den Zustand Trance, einen der drei Grundzustände der Psyche  eines Menschen.

Die drei Grundzustände unseres Bewusstsein:


Wachheit

Trance

Schlaf


Die von der Methode Hypnose verwendete Aufmerksamkeitsfokussierung des Bewusstseins, ist hierin eine spezielle Vorgehensweise zur Unterschiedsbildung.

Die wertschätzende wie achtsame Zuhilfenahmen unserer unwillkürlichen (Unbewusst oder auch Unterbewusstsein) Bereiche, ist hierin eine lösungsorientierte und Ressourcen aktivierende Hilfsgrösse.
 
Direktive Suggestionen (Beeinflussungen des Menschen in seinem Denken, Handeln, Fühlen, Wollen) werden hierbei aus gutem Grund zumeist vermieden.


Hypnose als Methode verwendet also die dem Individuum innewohnenden seelischen und geistigen Möglichkeiten.

Sie erleichtert den Zugang zu Prozessen, die z.B. Lernen, Erinnern, Heilen, Verändern, fördern.

Die Aufmerksamkeit wird in der Regel von der Alltagsorientierung weg und nach innen gewendet.

Sollten Sie also vernehmen dass jemand z.B. sagt :
«man sei in Hypnose» so könnten Sie bereits daran erkennen, dass Sie es mit einem ungenügend ausgebildeten Hypnose Anwender zu tun haben werden.

Trance

Darin vorkommende Zustände unseres Bewusstseins sind zum Beispiel:
  • Ein Entspannungszustand(bzw. auch ein intensiver Erregungszustand)
  • Ein veränderter Bewusstseinszustand
  • Ein alltäglich vorkommender Zustand
  • Ein Zustand fixierter Konzentration auf eine Sache
  • Ein Zustand von Aufmerksamkeitsfokussierung, auf allen Sinneskanälen der Wahrnehmung (VAKOG)
  • Ein Zustand, in welchem das Unterbewusstsein erhöht ansprechbar ist (erhöhte Suggestibilität)
  • Ein Zustand, in dem z.B. geistige Programme verändert werden können
  • Ein Zustand, in dem bei entsprechender Suggestion hypnotische Phänomene auftreten können

Die
Wirksamkeit der Hypnose hängt selten von der Trancetiefe ab. 
(als Ausnahmen hierfür gelten sicher die Bereiche der klinisch. med. Hypnose Anwendung)

Das Erleben von Trance ist für jeden Menschen verschieden.

Trance ist durch physiologische wie auch psychologische Merkmale gekennzeichnet:

  • Veränderung der Herzschlagrate
  • Puls
  • Muskeltonus
  • Empfindungen von Ruhe und Gelassenheit
  • Veränderte Zeitwahrnehmung
  • Eingeengte Aufmerksamkeit, u.a.
Trance wird durch verschiedene Sprech- und Verhaltensweisen herbeigeführt.

Trance hat also nichts damit zu tun, kataleptisch - bewegungslos - in tiefer Entspannung - willenlos den Suggestionen eines Hypnotiseur (siehe Showhypnose) ausgeliefert zu sein, sondern darf als ein Erlebens- und Gestaltungsraum der unwiilkürlichen Bereiche verstanden werden, in welchem eine kooperative wertschätzende Zusammenarbeit von Bewusst (Ich) und Unbewusst (ES) gemeinsam ausgestaltet wird. Ausnahmen hierzu finden sich
zur Dissoziation von Körperempfindungen lediglich im medizinisch klinischen Bereich.

Die aktive Mitarbeit des Klienten (Patienten) ist eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg in Therapie und Coaching Prozessen.

Hypnose wird in der Regel auch in Kombination mit anderen Therapie und Coaching Verfahren angewendet und dauert je nach Art der Problematik und Zielsetzung, unterschiedlich lang.
Anwendung der Hypnose


Die meisten Anwendungen der Hypnose finden in Form eines konzentrierten Zustandes während einem Gespräch zwischen Therapeut (Coach) und Klient statt (sog. Wachhypnose), um den gewünschten Erfolg auch zu erzielen.

Die hypnotische Trance umfasst verschiedene Tiefen, von Wachtrance bis zu Tiefentrance. Fachkompetente Therapeuten (Coaches) wenden eine Tiefentrance nur nach Absprache mit dem Klienten an und dies erst nach gründlicher Vorabklärung und Bedarfs-Analyse.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass jeder Mensch wieder aus einer Tiefentrance erwacht, sei es mittels Rapport zum Therapeut (Coach) oder auch (falls der Rapport verloren geht), indem der Klient von der Tiefentrance in einen Schlaf übergeht und aus diesem dann wieder erholt erwacht.

Ziel der Hypnose ist in der Regel, dass sich  der Klient von seinen im Unterbewusstsein verankerten Blockaden löst  und sich somit in die Lage versetzt, sein volles Schöpfungs- resp. Leistungspotenzial zu entfalten. Ausnahmen hierzu finden sich in den Anwendungen der klinischen Hypnose und in der Zahnarztpraxis.

Aufgabe des Therapeut (Coach) ist nur die eines Begleiters. Die Bereitschaft zu einer Veränderung- sowie die Veränderung an sich, muss durch den Klient (Patient) selbst erfolgen.
 
Ist es möglich mit nur direkt autoritären Induktionsformen (Einleiten des Zustand Trance) und Suggestionen (Beeinflussung des Handeln, Denken, Fühlen und Wollen) nachhaltige Therapie- bzw. Coaching Erfolge zu erzielen? 

« Wohl kaum »

Zu Zeiten preussischer Befehlsempfänger waren tatsächlich einige Menschen noch diesem Irrtum anheim gefallen.

Die Fachwelt ist sich heute jedoch einheitlich darüber einig, dass direkt autoritäre Induktionsformen wie Blitzhypnose und ähnliches, selten bis nie eingesetzt werden und auch nur im vorgängig mit Patienten (Klienten) gemeinsam vereinbarten Vorgehensweisen.

Vor allem sollten sie jedoch nur von tatsächlich fundiert ausgebildeten Fachpersonen der Hypnose, angeleitet werden.

Induktionsformen wie Blitzhypnose werden zumeist nur von Showhypnotiseuren und der Bühnenhypnose angewendet und zur Faszination und Unterhaltung dienlich vorgeführt

Kaum ein Begriff ist derzeit noch mit so vielen Halbwahrheiten umgeben wie der Begriff Hypnose.

Fernsehen und Radio, Printmedien sowie auch umfangreiche Internet Auftritte von fragwürdigen Anbietern der Hypnose, Hypnosetherapie und Hypnotherapie waren bisher wenig hilfreich, diese Halbwahrheiten endlich zu bereinigen.

Diese Seite dient auch zur Aufklärung der Methode Hypnose.
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